Nachdem der Ligaauftakt am letzten Wochenende gegen die SG Jesteburg/Exiles geglückt war, hatten sich die Männer der Rugbyspielgemeinschaft M-V (RSG M-V) vorgenommen, auch beim Favoriten der Verbandsliga Nord, Union Bremen II, gut mitzuspielen, und das Spiel so lange wie möglich offen zu halten. Doch die guten Vorsätze konnten leider nur bedingt auf dem Rugbyplatz gezeigt werden.

Bereits mit reichlich Verspätung, aufgrund einer Vollsperrung auf der A1 zwischen Hamburg und Bremen, kam die RSG an der Weser an und musste zudem wegen des sehr dünnen Kaders ohne Auswechselspieler antreten. Doch davon ließen sich die Mecklenburger nicht entmutigen und spielten die ersten Minuten beherztes Rugby. Der Gastgeber machte von Beginn an Druck und prüfte die Verteidigung der Gäste aus M-V ein ums andere Mal.

Dem Sturmlauf der Bremer hatte die teils unorganisierte Verteidigung der RSG mit zunehmendem Spielverlauf nur wenig entgegenzusetzen. Insgesamt konnten die Hausherren sechs Versuche legen, wovon vier sicher erhöht wurden. Einzig Innendreiviertel Luis Becker zeigte auch im Angriff, dass mit der RSG zu rechnen ist. Ein schönes Solo bei dem gleich drei Bremer das Nachsehen hatten, vollendete er unter gekonnt unter den Stangen. Die folgende Erhöhung traf Pierre Fandrich sicher zum 38:7 Halbzeitstand.

Nach dem Pausentee machten die Bremer munter weiter und legten noch fünf Versuche, wovon allerdings nur einer erhöht werden konnte. Doch die Männer der RSG kämpften tapfer in ihren Möglichkeiten weiter und erarbeiteten sich noch einen zweiten Versuch durch Schlussspieler Moritz Knauf, den Pierre Fandrich wiederum sicher erhöhte. Am Ende verloren die Gäste aus Mecklenburg deutlich mit 65:14, gaben sich allerdings nie auf oder schenkten das Spiel her.

Kapitän Tore Dwars zeigte sich nach dem Spiel erstaunt über die einfachen Fehler, die sein Team sich leistete: „Wir haben heute bei einem Top-Team der Liga deutlich unsere Grenzen aufgezeigt bekommen. Jeder unserer Fehler wurde eiskalt bestraft. Das darf uns so nicht passieren. Für die nächsten Trainingseinheiten müssen wir ganz klar an unserer Abstimmung und Kommunikation arbeiten. Dann bin ich gegen Werlte auch wieder optimistischer.“

Zum Mann des Spiels bei den Mecklenburgern wurde trotz der Klatsche der stark verteidigende Luis Becker gewählt. Mehrfach rettete er in letzter Not durch knallharte Tacklings die RSG vor einer noch höheren Niederlage. Zudem zeichnete er sich durch kompromisslose Angriffe und sehenswerte Zuspiele auf die Mitspieler aus. Am 1. Oktober 2016 trifft die RSG dann in Hornstorf bei Wismar auf den Liga-Neuling aus Werlte (Emsland) und will dann Wiedergutmachung betreiben.

Für die RSG spielten:

Kay Boldt, Abel Salazar, Salieh Awlasar, Nils Thöl, Alex Bellin, Constantin Sommer, Rainer Steffen, Pierre Fandrich, Andreas-Don Rohde, Michael Kelbg, Luis Becker, Tore Dwars, Moritz Knauf, Julian Bouret, Maximilian Meyer.