Am Samstag trat die RSG M-V in der freien und Hansestadt Bremen zum Auswärtsspiel gegen 1860 Bremen an. Durch Verletzungen und berufliche Verpflichtungen personell geschwächt, waren die Erwartungen an das Team aus M-V nicht allzu hoch, wusste man doch um dieSchlagkraft der Bremer aus der 16:39 Heimniederlage aus dem Hinspiel. Auf matschigem Geläuf verkauften sich die Männer aus M-V wenigstens in der ersten Halbzeit teuer.

Durch harte Verteidigung kurz vor dem eigenen Malfeld konnte die Partie lange Zeit offen gehalten werden. Das ovale Spielgerät wechselte in den Minuten vor Halbzeitpfiff häufig den Besitzer. Trotz erbitteter Gegenwehr konnten die Hausherren zum Ende des ersten Spielabschnitts zwei Versuche legen. Durch einen zusätzlich verwandelten Strafkick ging es mit 0:17 für die Hausherren in die Pause.

Kapitän Björn Sgodda richtete zur Halbzeit beherzte Worte an seine Spieler: „Die Verteidigung sieht gut aus, jetzt müssen wir noch Punkte auf die Tafel bringen.“ Mit diesen Worten im Ohr sah es nach Wiederanpfiff für die Mecklenburger zunächst gut aus, jedoch wurde es verpasst, das Momentun zu nutzen und in Punkte zu verwandeln. In Folge dessen übernahmen die Weserstädter erneut das Heft des Handelns und erzielten, teilweise ohne erkennbaren Widerstand, mehrere Versuche.

20 Minuten vor Schluss verletzte sich Dritte-Reihe-Stürmer Michael Unze schwer. Nachdem er von Publikum und beiden Mannschaften fair vom Feld geleitet worden war, musste die RSG das Spiel fortan in Unterzahl bestreiten. Das Endergebnis von 53:0 spricht am Ende eine deutliche Sprache für die Gastgeber, auch wenn es letztlich etwas zu hoch ausgefallen ist. Zum Man of the Match wurde der schnelle Schlussspieler Moritz Knauf gewählt, der durch gute Spielübersicht und harte Tackles zu überzeugen wusste.

Trainer André Goeda fand nach Spielende aufmunternde Worte für sein Team: „Wir haben heute gesehen, dass die Tiefe in unserem Kader einfach noch nicht ausreicht, um gegen eingespielte Teams mitzuhalten. Trotzdem haben wir in der ersten Halbzeit gut verteidigt und nur durch Kleinigkeiten die Versuchen hinnehmen müssen. Am kommenden Wochenende steht ein Freundschaftsspiel der Studenten der Universitäten aus Rostock und Greifswald im Sportpark Gehlsdorf um 14 Uhr an. Da können unsere neuen Spieler hoffentlich viel Spielpraxis sammeln, um uns dann auch in der Verbandsliga weiterzubringen.“

Für die RSG spielten: Martin Lange, Björn Sgodda (c), Thomas Schleifer, Tom Neumeier, Jan Seyfarth, Michael Unze, Alexander Komorowski, Niklas Gierenz, Stefan Berlec, Pierre Fandrich, Alexander Bellin, Mathieu Poquet, Felix Apel, Andreas Don-Rohde und Moritz Knauf.