Bei waschechtem Hamburger Wetter mit Wind, Regen, Hagel und Sonne traf die Rugbyspielgemeinschaft M-V (RSG M-V) auf den Hamburger Rugby-Club (HRC). Hoch motiviert brachen die Mecklenburger Rugger zur Alster auf, schließlich galt es, endlich den ersten Saisonsieg zu erzielen. Dafür hatte die RSG M-V in den letzten Wochen viel für ihre Kondition, Verteidigungsarbeit und das Kombinationsspiel getan.

Schon kurz nach Anpfiff stellte sich angesichts der Unnachgiebigkeit der Hamburger heraus, wie viel Kraft dieses Vorhaben kosten würde. Gleichwohl gelang es dem Rostocker Luis Becker, die Verteidigung der Hamburger zu durchbrechen und das Rugby-Ei zum ersten Versuch abzulegen. Infolge dieses Trumpfes erwacht, legte der HRC Kampfgeist und ein starkes Stürmerspiel an den Tag, wodurch die Hamburger ihrerseits den ersten Versuch legten (5:5). Die Erhöhungen gingen auf beiden Seiten daneben.

Der Rostocker Trainer André Goeda appellierte an sein Team und forderte die Mecklenburger zu mehr Konzentration und Kampfeswille auf. Endlich gelang es der RSG, ihre gewohnte Passivität abzulegen. Stattdessen dominierten sie die Gedränge und das Hintermannschaftsspiel, sodass zwei weitere, schön herausgespielte Versuche die Rugger mit einem Stand von 19:5 in die Halbzeit entließen.

Der HRC machte es den Mecklenburgern auch in der zweiten Halbzeit nicht leicht. Sowohl das Hamburger Gedränge als auch das Stürmerspiel zwangen die RSG in die Knie und so legten die Elbstädter einen weiteren Versuch (19:12). Allerdings feuerte das die Männer aus Mecklenburg noch zusätzlich an, die keineswegs die ungeahnte Dominanz aus der Hand geben wollten. Ein weiterer Versuch folgte und beendete das hart umkämpfte Spiel mit dem für die RSG siegreichen Ergebnis 26:12.

„Die zurückliegenden Trainingseinheiten waren der Mühe wert. Mit Kraft, Teamgeist und geschicktem Zusammenspiel konnten wir einen längst fälligen Sieg herausschlagen“, lobte der Rostocker Trainer die Männer der RSG und war sichtlich beeindruckt von der Entschlossenheit seiner Mannschaft. Jetzt gilt es das letzte Spiel der Saison gegen den Hamburger Sportverein (HSV) im Mai zu gewinnen, um die rote Laterne in der Abschlusstabelle abzugeben.

Mann des Spiels bei der RSG war der spanische Centre-Spieler Javier Martinez, der mit starken Sololäufen und harter Verteidigung seine Gegenspieler mehrfach beeindrucken konnten und insgesamt zehn Punkte für die RSG erzielte.

Für die RSG spielten: Thomas Schleifer, Abel Salazar, Pierre Fandrich, Alex Bellin, Nils Thöl, Niklas Gierenz, Tore Dwars, Felix Apel, Sergio Palma, Luis Becker, Mathieu Poguet, Javier Martinez, Don Rohde, Adrien Guihery, Michael Kelbg, André Goeda, Jan Mahlke, Chris Boldt, Jan Lange.