Am kommenden Sonnabend reist die Rugbyspielgemeinschaft M-V (RSG) am 5. Spieltag der Verbandsliga Nord an die Förde, um dort gegen die zweite Mannschaft der Adler aus Kiel zu bestehen. Das letzte Aufeinandertreffen der Teams fand beim diesjährigen Rostocker Hanse-Master-Turnier im August statt, welches letztlich mit 5:35 eine deutliche Angelegenheit für die Gäste aus Schleswig-Holstein war. Doch die Männer aus Mecklenburg wollen in dieser Saison mehr als nur Punktelieferant sein und die gastgebenden Adler mehr fordern als zuletzt.

Vor der Saison hätte niemand gedacht, dass das Gastspiel der RSG (3. Platz) beim Liganeuling Kiel (2. Platz) ein echtes Spitzenspiel werden würde. Doch die Mannschaft aus M-V hat sich anscheinend gefunden und steckt auch Niederlagen oder Spielerausfälle weg. Dennoch fehlen dem Trainerteam aus Rostock und Wismar an der Kieler Förde gleich vier Stammkräfte (Thöl, Becker, Kelbg und Apel), die in den bisherigen Partien für diverse Punkte bei den Mecklenburger sorgten.

Kapitän Tore Dwars sieht die punktgleichen Kieler Adler zwar leicht favorisiert, hält einen Sieg seines Teams aber nicht für unmöglich: „Wir wissen, dass Kiel über eine kampfstarke Mannschaft mit vielen guten Individualisten verfügt und uns besonders bei den Standardsituationen alles abverlangen wird. Doch wenn wir die Kontaktsituationen dynamisch und konsequent bestimmen können, dann haben wir auch in Kiel eine gute Chance zu gewinnen.“

Besonders der Rostocker Trainer André Goeda fordert sein Team zu mehr Geschlossenheit und Konstanz auf: „In Kiel wird es nicht reichen, wie zuletzt gegen den Hamburger Rugby Club, eine Halbzeit gut und schnell zu spielen. Nur, wenn wir über die gesamte Dauer der Partie unser Spiel aufziehen können, haben wir überhaupt gegen die körperlich robusten Adler eine Möglichkeit zu gewinnen.“

Mit einem deutlichen Sieg könnte der Gewinner der Partie bis auf einen Punkt an den Tabellenprimus Bremen 1860 II herankommen und die Meisterschaft der Verbandsliga Nord noch einmal spannend machen. Ankick zur Begegnung ist um 14 Uhr am Prof.-Peters-Platz in Kiel.