Am Sonntag traf die Rugbyspielgemeinschaft MV (RSG MV) zum Auftakt der neuen Verbandsligasaison auf das zweite Team der FT Adler Kiel. Die drei Mannschaftsteile der RSG aus Neuenkirchen bei Greifswald, Hornstorf bei Wismar und Rostock konnten aufgrund von Urlaub und Ferien in der Vorbereitung nicht gemeinsam trainieren und so war es eine sportliche Wundertüte, welche Leistung die Männer aus MV auf den Platz bringen würden.

Die Kieler hatten ihrerseits eine ordentliche Vorbereitung absolviert und konnten auch personell aus dem Vollen schöpfen. Die RSG benötigte mit dem Anpfiff ein paar Minuten, um sich auf dem Spielfeld zu finden, doch die Kieler begannen ähnlich nervös und unkonzentriert, sodass die Anfangsphase des Spiels geprägt war vom gegenseitigen Abtasten und Abwarten. Nach der Findungsphase agierten beide Teams zielstrebiger und engagierter. Mehrfach erzeugten die Kieler großen Druck, konnten aber mit ihrem bärenstarken Sturm keine Punkte erzielen.

Die RSG hielt kämpferisch dagegen und scheiterte ihrerseits ebenfalls in aussichtsreicher Position. Letztlich waren es Kleinigkeiten und mangelnde Spielpraxis, die Punkte für die Gäste aus MV verhinderten. Erst in der 30 Minute konnten die Gastgeber einen Pass der RSG abfangen und ungehindert ins Malfeld zur 5:0 Führung einlaufen. Die folgende Erhöhung gelang und bedeutete zwei weitere Punkte für die Männer von der Förde.

Von dem Rückschlag ließen sich die Männer aus MV wenig beeindrucken und versuchten weiter ihr eigenes Spiel aufzuziehen. Doch Punkte kamen in der ersten Halbzeit nicht mehr auf die Anzeigetafel für die Gäste. Lediglich die Adler legten einen weiteren Versuch zur 14:0 Halbzeitführung. Nach einer motivierenden Ansprache durch Teammanager Carsten Pust aus Wismar wollte die RSG dann im zweiten Durchgang zeigen, wozu sie fähig war.

Doch die Ansprache aus der Pause zeigte wenig Wirkung: Tacklings wurden verpasst, Regelverstöße begangen und offensiv lief nichts zusammen. Die Kieler nutzten die Fehler der RSG gnadenlos aus und punkteten mehrfach. Insgesamt legten die Adler noch sechs weitere Versuche und erhöhten drei davon zum 50:0 Endergebnis. Überschattet wurde die Partie von einer Rückenverletzung des Wismarers Wuff Jastrow, der vorsichtshalber ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, aber mittlerweile wieder auf dem Weg der Besserung ist.

Nach Ende der Partie zeigte sich Kapitän Tore Dwars enttäuscht von der Fitness seiner Spieler: „Wir haben die Vorbereitung leider nicht zusammen trainieren können. Es fehlte heute an Absprachen, Koordination und scheinbar auch an Fitness. Denn besonders im zweiten Durchgang konnten wir nur noch reagieren und haben zu viele vermeidbare Fehler gemacht. Jetzt heißt es auf der guten ersten Halbzeit aufzubauen und im Training an den Problemen zu arbeiten, damit wir am 15. September beim Heimspiel gegen die SG HSV/Exiles wieder neu angreifen können.“